Behandlungen - Sprachstörungen

Sprach-, Sprech- und Schluckstörungen im Erwachsenenalter

Was sind die Ursachen für zentrale Sprachstörungen im Erwachsenenalter?
Häufige Ursachen sind z.B. Schlaganfälle, Tumoren und Verletzungen der entsprechenden Gehirngebiete durch Unfälle sowie Schädigungen durch Abbauprozesse des Gehirns wie z.B. bei Parkinson, Morbus Alzheimer, Demenz, Multipler Sklerose oder Alkoholabusus. Ist das Sprachzentrum im Gehirn von der Schädigung mitbetroffen, so können Sprach- bzw. Sprech- und Schluckstörungen auftreten.

Was sind zentrale Sprachstörungen?

Aphasie

Aphasie ist eine neurologisch bedingte, erworbene Sprachstörung. Das Wort „Aphasie“ stammt aus dem Griechischen und bedeutet „ohne Sprache“. Bei einer Verletzung der Sprachregion im Gehirn kann es zu unterschiedlich stark ausgeprägten Verlusten der Sprachfähigkeit kommen. Diese Sprachstörung tritt meist nach einem Schlaganfall auf, aber auch infolge eines Hirntraumas oder -tumors. Rund 30 Prozent aller Personen, die erstmalig einen Schlaganfall erleiden, weisen eine Aphasie auf. Es kann zu Beeinträchtigungen in allen sprachlichen Modalitäten kommen, d.h. bei der Sprachproduktion, dem Sprachverstehen, dem Lesen und dem Schreiben. Je nach Ausmaß und Lokalisation der Schädigung tritt die Aphasie in unterschiedlicher Ausprägung auf.

Dysarthrophonie und Sprechapraxie

Dysarthrie und Sprechapraxie sind zentrale Sprechstörungen. Dysarthrophonien beruhen auf eine Störung der zentralen Sprechmotorik. Es können neben der verwaschenen und unpräzisen Artikulation Veränderungen der Stimmqualität sowie der Sprechatmung auftreten. Zusätzlich kann eine Dysprosodie nachweisbar sein. Bei der Sprechapraxie wird angenommen, dass eine Störung bei der Programmierung der Sprechbewegungen vorliegt.

Schluckstörungen (Dysphagie)

Unter Dysphagie versteht man eine Störung des Schluckens von fester und/oder flüssiger Nahrung. Für den normalen Ablauf des Schluckens ist die Koordinierung folgender fünf Hirnnerven wichtig: N. trigiminus(Kaumuskulatur); N. facialis (orofaziale Muskulatur); N. glossopharengeus (Pharynxmuskulatur sowie sensibel hinteres Zungendrittel, Gaumenbögen einschließlich Pars oralis des Pharynx); N. Vagus (Gaumen-, Pharynx- und Larynxmuskulatur, Ösophagus); N. hypoglossus /Zungenmuskulatur). Wenn die Koordinierung dieser Hirnnerven gestört ist, kann dementsprechend eine Schluckstörung vorliegen. Das Schlucken wird in 4 Phasen unterteilt. Diese Schluckphasen sind zum Teil willkürlich und überlappen sich zwangsläufig: Vorbereitende Phase (Beißen, kauen); Orale Phase; Pharyngeale Phase; Ösophageale Phase. Die Diagnostik und Behandlung der Schluckstörung soll je nach Lokalisation und Ausprägung interdisziplinär (Angehörigen, Therapeut, Arzt, Pflegepersonal,...) erfolgen.

Stimmstörungen

Dabei kann es sich um organische, funktionelle oder gemischte organisch-funktionelle Veränderungen des Kehlkopfes bzw. des Larynx handeln. Veränderungen der Stimmfunktionen sind primär Kommunikationsstörungen. Rein isolierte Veränderungen im Bereich des Kehlkopfs sind sehr selten, Vielmehr können psychosomatische Befunde eng mit Stimmstörungen einhergehen. Je nach Stimmstörung stehen mehrere Methoden zur Verfügung, die einzeln oder kombiniert angewendet werden. Je nach Stimmstörung sollen die ausgewählten stimmtherapeutischen Ansätze dem Zweck dienen, die gestörte Sprech- bzw. Singstimme zu normalisieren.

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